EKD Tourismusseelsorge in Spanien
Tourismuspfarramt Gran Canaria
Herzlich Willkommen
auf unserer Internetpräsentation.
„Da weinte Jesus.“
(Johannes 11,35)
Liebe Leserinnen und Leser,
Lazarus, der Bruder von Maria und Martha ist verstorben. Oft war Jesus im
Haus der Maria und Martha zu Gast. Auch mit Lazarus fühlte er sich
verbunden. Von Lazarus heißt es sogar, dass Jesus ihn lieb hatte. Nun
erfährt Jesus, dass Lazarus verstorben ist und schon vor vier Tagen
bestattet worden ist. Viele Menschen sind gekommen, um mit den beiden
Schwestern zu trauern und sie zu trösten.
Sie klagen, sie trauern, sie weinen. Inmitten der Trauernden kommen auch
Jesus die Tränen. Er trauert um seinen Freund, er weint mit den
Weinenden.
Die Tränen Jesu zeigen, dass ihm das Leid der Menschen zu Herzen geht.
Dort wo Menschen leiden und weinen, leidet und weint auch Jesus. Er zeigt
sein Mitgefühl. Er macht deutlich, dass wir Trauern und Tränen zulassen
sollen. Auch Männer dürfen ihre Gefühle zeigen. Auch Männer dürfen
weinen. Seine Tränen hindern Jesus nicht daran, aktiv dem Leiden und der
Trauer zu begegnen. Durch seine göttliche Vollmacht ruft er Lazarus ins
Leben zurück. Er verwandelt die Tränen und Trauer in Freude. Er zeigt, dass
der Tod seine Macht verloren hat – Grund zur Freude.
Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Christen zu Rom: Freut
euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Wir feiern gerne mit
den Fröhlichen, aber viele tun sich schwer, auf Trauende und Kranke
zuzugehen. Aber gerade das ist oft ganz notwendig: Einen Trauernden zu
besuchen, zu trösten, in die Arme zu nehmen und manchmal auch
zusammen zu weinen. Das hilft.
Wenn im afrikanischen Malawi ein Mitglied aus der evangelischen
Gemeinde verstirbt, werden sofort fünf bis zehn Frauen – die sogenannten
Klageweiber – zusammengerufen. Sie gehen zum Trauerhaus, nehmen
ausreichend Verpflegung mit und bleiben nach der Beerdigung noch zehn
Tage im Trauerhaus. Sie klagen und weinen tagelang mit den Angehörigen.
Die Trauernden erfahren, dass sie ihre Trauer nicht alleine überwinden
müssen. Die christliche Gemeinde trauert und weint mit ihnen – das hilft.
Eins ist ganz gewiss – wenn wir weinen – dann weint Jesus mit uns und
nimmt uns in seine Arme. Dazu sendet er uns seine Engel. Vielleicht sind ja
auch Sie in diesem Sinne ein Engel Gottes – der mit anderen weint und sie
tröstet.
Herzliche Grüße
Ihr Rolf Fröhlich, Pfr. i. R.
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Facebook-Seite des Tourismuspfarramtes
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Förderverein
Förderverein der Ev. Tourismusgemeinde auf Gran Canaria e.V.
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Film über die Arbeit des Tourismuspfarramtes auf den Kanaren
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Entidad inscrita en el Registro de Entidades Religiosas (Real Decreto 594/2015, de 3 de julio): 026315










